Daytona-Thriller endet kurz vor dem Ziel

28.01.2013 - Markus erlebte bei seinem ersten Auftritt in Daytona höhen und tiefen, am Ende wurde er zum tragischen Helden.
Es war ein packendes 24-Stunden-Rennen, bei dem es an nichts fehlte, außer ein paar Liter Benzin...
Von Startplatz 16 aus ging der Bunte Rum-Bum-Racing Audi R8 ins Rennen. Frank Biela, Christopher Haase, Matt Plumb und Markus konnten sich schnell in die Spitzengruppe vorfahren und waren lange der bestplatzierte Audi. Markus konnte in den frühen Morgenstunden die Führung übernehmen, aber durch eine Zeitstrafe wurde das Team um zwei Runden zurückgeworfen.
Doch die vier kämpften sich wieder in die Führungsrunde zurück. Für den letzten Stint übernahm Markus wieder den Audi R8 Grand-AM. Nach einer Safety-Car-Phase war er wieder an den führenden dran. Auf Platz 3 liegend, schob er sich im Oval an den beiden vor ihm fahrenden innen vorbei. Doch dann ein kurzer Schreck, Dreher. Aber zum Glück halb so wild, mit 13 Sekunden Rückstand geht es weiter.
Das alles war schon nichts für schwache Nerven. Wer dachte mehr Spannung geht nicht, der sollte sich noch wundern. 1 Stunde vor Rennende lagen noch 7 Autos in der Führungsrunde der GT-Klasse. Unter anderem 3 Audi. Nach einer Gelbphase kam Markus wieder an die Spitze heran.
Es ging zu wie bei einem Sprintrennen und das nach 23 Stunden. 2 Runden vor Schluss war der Rum-Bum Audi an Position zwei knapp hinter dem führenden, ebenfalls ein Audi R8 und knapp hinter Markus lauerte mit René Rast ein weiterer Audi-Pilot. Es sah nach einem Dreifachsieg aus.
In der letzten Runde ging dann Rast noch an Markus vorbei, doch es kam noch Schlimmer, die Ziellinie vor Augen sah man den Audi nur noch langsam rollen, ehe er ganz stehen blieb und so nur als siebter gewertet wurde.
„Nach der Zeitstrafe in der Nacht, die uns zwei Runden gekostet hat, haben wir uns wieder nach vorne gekämpft und die Führung übernommen. In der letzten Stunde musste ich mir dann den Sprit einteilen. Wir wussten, dass es unheimlich eng wird. Von hinten sind die anderen gekommen, da musste ich wieder etwas mehr Gas geben und trotzdem noch Sprit sparen. Das war wirklich nicht leicht, aber fast hätte es gereicht - 200 Meter vor der Ziellinie auszurollen, tat natürlich weh. Aber trotzdem war es ein tolles Rennen und eine coole Erfahrung für mich. Es hat mir und den Jungs vom Team trotzdem Spaß gemacht. Ich hoffe, wir können im nächsten Jahr zurückschlagen und die 200 Meter, die heute gefehlt haben, noch vollenden.“

