Durchwachsenes Rennen

21.05.2013 - Ein 24-Stunden-Rennen, das eigentlich keines war. Der Nürburgring wurde seinem Ruf einmal mehr als gerecht und glänzte leider nicht mit schönem Wetter. Der Audi mit der 1 sah zwar die Zielflagge, man hatte sich allerdings mehr erhofft.
Nach dem Qualifying, im trockenen, war die Ausgangslage mit Platz fünf nicht schlecht, das Auto und das Team waren gut vorbereitet. Der Start, vor einer wieder einmal beeindruckenden Kulisse von über 200.000 Zuschauern, fand noch bei besten äußeren Bedingungen statt.
Den Start übernahm Marcel Fässler. Und der Schweizer zeigte auch gleich das mit dem Audi R8 LMS zu rechnen ist. Gemeinsam mit Frank Stippler, der auch im Audi mit der Nummer 4 unterwegs war, führte man das Feld an. Der Aston Martin mischte auch noch mit. Nach dem ersten Stint übernahm dann Markus das Steuer.
Mit schnellen Rundenzeiten konnte er sich in der Spitzengruppe halten, diese wechselte aber immer wieder zwischen dem Audi mit der Startnummer 4 und dem Aston Martin. Beim Auftanken entschied man das Markus noch einen weiteren Stint fahren soll, da Regen im Anmarsch war wollte man dann den Fahrer wechseln.
Wieder auf der Strecke ging es weiter wie schon vor dem Stopp. Dann zogen die Wolken immer mehr zu. Und es begann teilweise zu regnen. Eine Runde vor dem Regulären Stopp kam Markus dann an die Box und übergab an Frank Stippler, der mit Regenreifen wieder auf die Bahn ging. Allerdings erst nach einer kurzen Pause, da die Lambdasonde getauscht werden musste, was wertvolle Zeit kostete.
Es war mittlerweile ziemlich ungemütlich auf und an der Strecke. Regen und Wind nahmen zu und die Temperatur nahm ab. Dies hielt „Stippi“ aber nicht davon ab eine schnelle Runde nach der anderen in der Dunkelheit auf den Nordschleifenasphalt zu zaubern.
Der mittlerweile von der DTM eingeflogene Mike Rockenfeller übernahm dann um kurz nach halb elf den Audi. Um nach nur einer Runde wieder in die Box zu fahren. Das Rennen wurde mit der Roten-Flagge um kurz vor elf unterbrochen. Mittlerweile regnete es richtig stark und es war einfach zu gefährlich um weiter zu fahren. Einige Unfälle haben sich zu dem Zeitpunkt auch schon ereignet.
Wann es weitergehen sollte wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Es ging dann auch weiter, allerdings erst mit einer 9 stündigen Unterbrechung morgens um 8 Uhr. Der Regen hatte nachgelassen und die Verhältnisse waren besser. Man hatte aber immer noch den Rückstand der Reparatur. Und die Mercedes gingen richtig gut bei den Bedingungen. Um 11:30 Uhr übernahm Markus dann das Auto von „Rocky“. Es konnten ein paar Positionen gut gemacht werden. Man musste was riskieren und ging auf Intermediates wieder auf die Strecke.
Es glich nun ein wenig einer Lotterie, wer hat zur richtigen Zeit die richtigen Reifen auf dem Auto. Leider schafften es die vier Phoenix-Piloten nicht mehr auf das Podium zu fahren. Klar war man etwas enttäuscht, aber nach den Wetterkapriolen und die vielen Unfällen konnte man am Ende mit Platz 5 auch einigermaßen zufrieden sein.
„Das war ein durchwachsenes Rennen, was sich mit der langen Pause gar nicht wie ein 24-Stunden-Rennen angefühlt hat. Immerhin haben wir eine gute Teamleistung gezeigt und drei Autos unter die ersten neun ins Ziel gebracht. Das Wetter hat uns nicht so in die Karten gespielt. Aber wir sind mit dem Auto schön durchgefahren. Platz fünf ist übrigens mein schlechtestes Ergebnis bei diesem Rennen, aber ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder auf dem Podium stehen kann.“

